Ich habe letztes Jahr ein atemberaubendes Foto von zwei Löwenbabies im Sonnenuntergang von Namibia geschossen. Aber das Foto ist nicht der Punkt. Der Punkt war, stundenlang in der Hitze zu warten, die Tiere zu lesen, in der Natur zu versinken, das Vertrauen des Rudels aufzubauen und sich dann mit der Kamera vor all den Löwen weit aus dem Auto zu lehnen, als das Licht perfekt war. Klick, und ich hatte den perfekten Shot im Kasten. Eine Maschine hätte mir das Bild in zwei Sekunden generiert, ohne Hitze, ohne Passion. Das Bild wäre wertlos.
Genau das passiert gerade in unserem Beruf. Wir verwechseln das Artefakt mit dem Wert. Der Code ist das Foto. Das Verstehen, das Ringen, das gemeinsame Modellieren sind das, was ich weiter oben beschrieben habe. Und wir sind dabei, genau das wegzuautomatisieren.
Diese Keynote ist nicht gegen KI. Sie dreht sich um das, was uns überhaupt in diesen Beruf gebracht hat: Neugier, Geschmack, Haptik, Spaß und Leidenschaft.
Wie behalten wir das alles, wenn die Maschine uns das Tun abnimmt?